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08. November 2007: Beschluss zum Neubau der Schule

Der bauliche Zustand: Sehr schlecht. Die Energiekosten: Hoch. Die Sanierung: Würde mehr als vier Jahre dauern. So stellte sich die erst 1974 eingeweihte KGSE im Jahr 2007 dar. Klar war: Es bestand dringend Handlungsbedarf, um Schülern und Lehrern auch in Zukunft eine positive Lern- und Arbeitsatmosphäre zu bieten.

 

Zentrale Frage war zunächst, ob das Gebäude saniert werden kann, oder ob Abriss und Neubau der Schule die sinnvollere Alternative darstellt. Schnell stand fest, dass die Sanierung mit extremer Lärm-, Schmutz- und Staubbelästigung einhergehen würde, da das Gebäude bis auf den Rohbauzustand hätte entkernt werden müssen. Gleichzeitig hätte die Sicherheit der Schüler zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden, Toiletten und Fachräume bereitgestellt werden müssen. Damit erwies sich auch die Aufstellung eines verlässlichen Kostenrahmens sich als problematisch. Viele Probleme treten erst im Zuge der Sanierungsarbeiten auf, warnten die Fachleute der Stadt Elmshorn. Die Befürchtung: Der Zustand der Schule könnte bedeutend schlechter sein, als angenommen wurde, die Kosten könnten massiv steigen. Hinzu kam die lange Bauzeit: Mindestens vier Jahre lang hätte der Unterricht auf einer Baustelle erteilt werden müssen. Ein Zustand, den die Schulleitung der KGSE als untragbar bezeichnete.

 

Schließlich stellte ein Gutachten fest, dass die Sanierung der Schule tatsächlich nur wenig günstiger sei, als ein Abriss des maroden Gebäudes und ein anschließender Neubau. Für den Neubau sprach auch, dass dieser nach modernen energetischen Standards errichtet werden könne. So könnten die Betriebskosten des als „Energieschleuder" verschrienen Altbaus deutlich gesenkt werden – Einsparungen, die in Zeiten steigender Energiekosten und wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel von großer Bedeutung sind.

 

Am o.a. Tag beschließt der Kinder-, Jugend- und Schulausschuss der Stadt Elmshorn den Entwicklungsweg zum Neubau der Schule

 

  • für die Realisierung einer vielfältig für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Bewohner der Stadt nutzbaren Schule
  • für den Abriss des alten Schulgebäudes bei Erhalt der vorhandenen, in Sanierung befindlichen Sporthallen
  • für den Verbleib der neuen Schule am Standort Hainholzer Damm
  • für die Verknüpfung der (damals noch) Kooperativen Gesamtschule und der (damals noch) Realschule Ramskamp zu einer durchgängig sechzügigen Ganztagsschule mit vierzügiger Oberstufe (Klassen 11-13), die alle Abschlüsse einer allgemeinbildenden Schule vermittelt
  • für die Schaffung eines weitreichenden Schul- und Sport-Campus südlich der Hainholzer Schulstraße und des Ramskamp zwischen Hainholzer Damm und dem Adenauerdamm unter Einbindung auch der Waldorfschule und der ansässigen Sportvereine
  • für die lebendige Vernetzung von Schule und Stadtteil mit intensivem schulischen und sozialen Engagement.